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Im Rahmen des konkurrierenden Gutachterverfahrens wurde ein Neubau für einen Rettungswagen-Stützpunkt auf dem Grundstück Hauptstraße 14 in Blankenfelde geplant. Dieser liegt innerhalb der sogenannten Scheunenflucht auf dem Hof der Freiwilligen Feuerwehr und fügt sich durch Anordnung und Größe der umliegenden Struktur ein. Das Gebäude ist aufgrund dieser Hoflage in seiner Typologie als Neuinterpretation der zurückgesetzten Zweckbauten wie etwa die Scheunen zu verstehen. Bei der Entwurfsfindung wurde viel Wert auf die Bewahrung der Nutzbarkeit der Bestandsgebäude gelegt. Dies wird durch eine Grenzbebauung in Längsausrichtung erreicht. So bleiben alle Tore der freiwilligen Feuerwehr weiterhin befahrbar und es ergibt sich eine Sichtlinie von der Straße über den Hof bis zum Garten. Seiner Funktion und Typologie entsprechend steht der Baukörper in seiner sachlichen Formsprache als zeitgemäße energieoptimierte Holzkonstruktion, bei der als auffälligstes Element die Einfahrt bzw. der Eingang jeweils durch eine Auskragung in einer einladenden Gestik markiert wird. Das Raumprogramm wurde in einem sehr kompakt und klar gegliederten Entwurf umgesetzt. Der vorgegebenen Fahrzeughalle gliedert sich ein zweigeschossiger Teil mit Service-Funktionen im Erdgeschoss und Aufenthalt im Obergeschoss an. Vom fußläufigen Eingang tritt man parallel zur Fahrzeughalle in eine Erschließungsachse, an die sich beidseitig alle Funktionen anordnen. Durch diese Konzeption konnten die geforderten Raumgrößen genau umgesetzt werden. Rechtwinklig auf diese zweihüftige Struktur steht eine zweite Achse, in der sich Treppe und Schleuse befinden. Diese führt auf kürzestem Weg von Aufenthaltsbereich in die Fahrzeughalle. So werden durch die Grundrisslösung eine optimale Orientierung und schnelle Wege gewährleistet. Die Fahrzeughalle wird über seitliche Fensterbänder unter der Decke großzügig belichtet. Die Zufahrtsfassade ist, um die größtmögliche Transparenz zu erreichen, als Pfosten-Riegel-Fassade mit Isolierverglasung vorgesehen. Ebenso die Segmente der Deckengliedertore. Das zusätzliche Fenster in der Hallenseite soll interessante Ein- und Ausblicke von und zu der KITA gewähren. Zu der Gebäudetypologie passend wird als Fassade eine offene hinterlüftete Lärchenschalung vorgeschlagen, die zum einen den Baustoff Holz nach außen erlebbar macht. Die Außenwände werden in Holzrahmenbauweise errichtet und mit Zelluloseflocken gedämmt. Die tragenden Innenwände werden in Holzrahmenbauweise errichtet und mit Zelluloseflocken gedämmt. Eine Ausnahme bildet die Trennwand zwischen Fahrzeughalle und Sozialbereich und die angrenzende Schleuse, welche aufgrund der hohen Brandschutzanforderungen (F90)in Stahlbeton errichtet werden. Die Herstellung der Decken sowie der Dachschale erfolgt aus Brettsperrholztafeln. Im Bereich der Fahrzeughalle liegt diese auf einem Tragwerk aus Brettschichtholzbindern im Rastermaß 2,50m auf. Die Gebäude-Hauptstützen auf denen die Binder aufliegen, werden in die Holztafeln der Wände eingebunden.

Typ:
WETTBEWERB

Nutzung:
Stützpunkt Feuerwehr

Status:
Realisiert

Ort:
Hauptstraße 14, Berlin

Fertigstellung:
November 2014

Bauherren:
Land Berlin, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt

NNF:
327 m²

Tragwerksplanung:
K+P Ingenieure GmbH

Brandschutzgutachten:
Dehne Kruse Brandschutzingenieure

Architektur:
Kaden Klingbeil Architekten

Team:
Tom Kaden Marek Czyborra Fabio Verber Roland Busch Alina Porten Kora Johanns (Entwurf: Marek Czyborra)