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mh – Modellprojekt München Haidhausen

Wie finden sich Lösungen für den zunehmenden Wohnungsmangel in Großstädten?

Wie kann man dem Ausufern der Städte entgegen gehen?

Wie kann innerstädtisch qualitativer und bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden?

Fragen, mit der sich heute nicht nur Stadtplaner, sondern auch Politiker auseinandersetzten und für die es eine Antwort zu finden gilt. Diese Problematik hat zur Folge, dass Städte immer größer werden, Mietpreise weiterhin steigen und Menschen gezwungenermaßen aus ihren Wohnräumen verdrängt werden.

Die bwv spricht mit ihrer Auslobung des Wettbewerbs ein sehr zentrales Thema für zukünftige städtische Problemlösungen an: Aufstockungen als Mittel zur Nachverdichtung und Schaffung von innerstädtischem bezahlbaren Mietwohnraum.

Ziel des Entwurfs ist es, gleichermaßen wirtschaftlichen, als auch qualitativen Wohnraum zu schaffen. Für die Realisierung dieser Ansprüche ist Effizienz von enorm hoher Bedeutung. Effizienz versteht sich hier nicht im Hinblick auf effiziente Technik, sondern mit dem Anspruch an effiziente Planung und Gestaltung.

Das Konzept beinhaltet beides: Wirtschaftlichkeit durch Systematisierung und Standardisierung, qualitativen Wohnraum durch flächenoptimiertes Planen, sowie individueller und flexibler Nutzungsgestaltung. Das Konzept schafft die Möglichkeit der Vervielfältigung und der Realisierung, auch auf weiteren Bestandsgebäuden, was die bwv für die Aufstockung weiterer Gebäude nutzen könnte.

Ist die Rede von Qualität, meint dies nicht nur „schöner Innenausbau“, sondern primär nutzeroptimierte Qualität.
Dies beinhaltet zukunftsorientiertes Planen durch Schaffen von Flexibilität und Vielfalt bei den anzubietenden Wohnstrukturen. Nutzungsansprüche der Bewohner verändern sich. Die Grundrisse des Entwurfs bieten die Möglichkeit, nutzerindividuelle Grundriss-Konfigurationen zu realisieren und sich an entwickelnde Ansprüche anzupassen. Durch die Anordnung der festen Infrastruktur, wie Nassräume, Erschließung und Technik in kompakte Funktionsspangen, entstehen flexible Flächen für Wohn- und Individualräume, die unterschiedlich bespielt werden können. Dies gibt die Möglichkeit, Wohnungs- und Gemeinschaftsflächen zukunftsorientiert auszubilden, sowie anzupassen.

Auch in der konstruktiven Ausbildung spiegelt sich die Variabilität der Nutzungen wieder. Durch eine Systematisierung und feste Einteilung / Konfiguarion der Funktionsmodule, sowie der Standardisierung von Dach- und Deckenelemente, wird ein hohes Maß an Vorfertigung erreicht. Der Entwurf sieht eine Holz-Tafel-Bauweise vor. Dies hat nicht nur statische Vorteile aufgrund des geringen Eigengewichts der einzelnen Bauteile, sondern leistet gleichzeitig einen substanziellen Beitrag hinsichtlich nachhaltigem und klimagerechtem Bauen.

Typ:
Dachaufstockung in Holzbauweise

Ort:
Hackländerstraße, München Haidhausen

Bauherr:
Wohnungsgenossenschaft Beamtenwohnungsverein München e.G.

in Abstimmung mit
dem Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr
und der Landeshauptstadt München, Referat für Stadtplanung und Bauordnung

Eingeladener Wettbewerb:
2018

BGF:
10.720m²

 

 

Team:
Tom Kaden | Markus Lager

Tabea Huth | Lisa Kolkowski | Annika Schwippl