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Städtebau:
Das Baufeld liegt entlang des geplanten Grünflächenbandes des Stadtraums Bayerischer Bahnhof. Parallel zum Dösner Weg soll ein drei- bis achtgeschossiges Wohngebäude mit einer vielfältigen Nutzungsmischung entstehen. Der Baukörper wird durch alternierende Hoch- und Tiefpunkte beschrieben. Diese formen in ihrer Reihung eine Skyline, welche die gestalterische Kluft zwischen Gründerzeitbauten im Westen und pragmatischer Moderne im Osten schließt. Die erhöhten Gebäudeabschnitte verfügen über eine schlanke Front, so dass diese optisch erhöht erscheinen, liegen aber unterhalb der Hochhausgrenze und bleiben im Maßstab des Quartiers/ des geplanten Parks. Das neue Gebäudevolumen fasst den entstehenden Park ein und ermöglicht Sichtbeziehungen zwischen den bestehenden Quartieren.

Modul:
Die Idee ist eine wirtschaftliche Planungslösung, welcher Optimierung und Wiederholung zugrunde liegen, ohne dabei monoton zu wirken. Hierzu wurde ein Gebäudemodul entwickelt und sechsmal (mit teilweise variierenden Höhen) aneinandergereiht. Eine optimale Erschließung, gute Belichtung der Wohnungen und eine maßstäbliche Proportion waren dabei maßgebend für die Modulgröße.

Gebäude:
Das Gebäude kragt ab dem Erdgeschoss 1,5 bis 2,5 Meter über die Grenze der Rückverankerung aus. Somit erreicht der Entwurf eine Gebäudetiefe von 21 Metern. Über die alternierenden Hoch- und Tiefpunkte schafft der Baukörper reichliche Zwischenräume, deren Fassaden der Geräuschquelle abgewandt sind.
Die Gebäudetiefe lässt eine Anordnung von Wohnungen auf beiden Seiten zu. Die Wohnungen im Erdgeschoss und ersten Geschoss sind einseitig orientiert und verfügen über großzügige Loggien bzw. Wintergärten. Oberhalb des zweiten Obergeschosses verfügen die Wohneinheiten über eine dreiseitige Orientierung. Die Bäder können demnach natürlich belichtet und belüftet werden. Jede Wohnung ohne Garten ist mit einer Loggia ausgestattet. In den Wohnungen Richtung Bahntrasse sind die Loggien als Wintergärten ausgebildet. Ab einer Anzahl von drei Zimmern ist die Küche in einem eigenen Raum untergebracht und in Wohnzimmernähe angeordnet. Bei Bedarf können diese zu Wohnküchen geöffnet werden. Die schlanken hohen Baukörper lassen einen extrem flexiblen Wohnungsschlüssel zu. Alle Wohnungsgrößen können darin untergebracht werden und machen so eine Anpassungsfähigkeit der Grundrisse an zukünftige Anforderungen möglich.
Es gibt 158 Stellplätze auf dem Grundstück, das sind 98 Prozent der vorgeschriebenen Anzahl nach Stellplatzverordnung und liegt weit über die vom Auslober geforderten 70%. Auch bei einem Wohnschlüssel mit vielen kleinen Wohnungen, oder bei dem Verzicht des Moduls mit Wohnungen für Student*innen bleiben ausreichend Stellplätze auf dem Grundstück vorhanden.
Der Entwurf ist hinsichtlich geringstmöglicher Baukosten konzipiert. Geringe Gebäudehöhen unterhalb der Hochhausgrenze, die hohe Anzahl gleicher Bauelemente durch Wiederholung der Module kompensieren das Plus an Fassadenfläche, welches die schlanke Gestalt der aufgehenden Baukörper innehat.
Die Bauweise ist als effiziente Holz-Hybridkonstruktion angelegt, wobei eine Feinabstimmung hinsichtlich zu verwendender Systeme innerhalb tiefergehender Planung stattfinden muss.

Typ:
Mehrgeschossiger Wohnbau in Holzbauweise

Status:
Wettbewerb 1. Preis

Ort:
Leipzig
Dösner Weg

Bauherren:
Leipziger Stadtbau

Wohnfläche:
14.500m2

Tragwerksplanung:
-

Brandschutzgutachten:
-

Visualisierung:
www.thethird.de

Team:
Tom Kaden Markus Lager Anna Schulze Luis Lecea Ester Grabowski Rahel Zerling Eva Dietrich Simon Beckmann