bmuseum

Bauhausmuseum

Der Entwurf für das Bauhausmuseum Dessau zeichnet sich durch Übersichtlichkeit, klares Konzept und Struktur aus. Ein Gestaltungsraster von 1.8 x 1.8 m ist allgegenwärtig und hochgeometrisch.
Was mit Mies van der Rohe, dem letzten Direktor des Bauhauses endet, soll hier mit der Reinkarnation seines Rasters fortfahren und gliedert Grundstück und Haus gleichermaßen.
Das Grundraster passt in beiden Richtungen perfekt auf das Baufeld, nimmt Stadtkanten auf und gibt Gebäudekanten vor. Es harmoniert mit dem OdF-Mahnmal und wird als Grundlage zur Platzierung des Baukörpers herangezogen.

Mit harmonisierenden geometrischen Grundprinzipien zoniert sich das Innere des Museums – wie von selbst – in Ausstellungs- und Funktionsräume. Letzterer fungieren wie das Rückgrat des Hauses – dem zweigeschossigen ‚BACK-BONE‘. Überdachte Anlieferung, Abfertigungs-Straße, Mitarbeiterräume, Lager, Verwaltung sowie die Räumlichkeiten der Museumspädagogik finden in ihm Platz.
Öffentliche Funktionen, wie Foyer, Museumsshop und Café umklammern das Museum im Norden und Süden wie eine Spange und bilden so zwei Pole für Stadt + Park.

Im Inneren werden Regelmäßigkeit und Klarheit von Grundriss, Funktion und Konstruktion bewusst durch ELEMENTE gestört: DER EINGANG, DIE FALTTÜR, DIE TREPPE, DIE TÜR. Diese ‚Elements of Architecture‘ werden gezielt platziert und besonders thematisiert.

Tragwerk und Ökologische Verantwortung gehen Hand in Hand. Ein überlegter Einsatz des Rohstoffes Holz soll hier richtungweisend und zeitgenössisch zum Einsatz kommen. Die zweigeschossige Ausstellungshalle wird mit einem sichtbaren Holztragwerk überspannt der ‚BACK-BONE‘ wird in Holzhybridbauweise mit Holzbetonverbunddecken [HBV] und Holzrahmenbauweise in Erd- und Obergeschoss unterteilt und mit leichten Trennwänden funktional gegliedert.

Typ:
Museum

Ort:
Dessau

Wettbewerb:
2015

Bauherr:
Stiftung Bauhaus Dessau und Stadt Dessau-Roßlau

Fläche:
4.113 m²

Team:
Tom Kaden | Markus Lager

Anne Gross