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Für eine kleine brandenburgische Gemeinde wurde ein Anbau an eine bestehende Kegelbahn entwickelt, der als Einfeldsport- und Mehrzweckhalle dient. Das finanzielle Budget war ebenso limitiert wie das Bauzeitfenster kurz, da der laufende Spielbetrieb nicht beeinträchtigt werden sollte.

Grundsätzliche Entwurfsidee war die einer "reduzierten Veranstaltungs- und Sportkiste" mit eingeschossigem Verbinder zwischen Neu- und Altbau, welcher gleichzeitig sowohl die Erschließung beider Gebäudeteile ermöglicht, als auch als Tribüne für den Sportplatz fungiert und im Falle einer zukünftigen Trennung beider Gebäudeteile autark funktioniert.

Das Konzept sah vor, in Richtung des Sportplatzes und mithin in die Weite der brandenburgischen Landschaft größtmögliche Transparenz zu generieren und die Südfassade (Holzrahmenkonstruktion) aus Blend- und Überhitzungsschutzgründen bis auf acht "Lichtpunkte" zu schließen.

Ein weiterer architektonischer Ansatz war es, die äußere horizontale Lärchenverschalung, die innere Prallwand und die Akustikdecken miteinander gestalterisch in Beziehung zu setzen, sprich diese drei Elemente mit identischem Material und einheitlichem Fugenbild auszubilden um sie sowohl von innen als auch von außen als einheitliche Gesamtkomposition wahrzunehmen.

Im Innenraum wurde viel Wert auf die Reduktion von Materialien gelegt, es kommen lediglich drei Elemente als Oberflächen zum Einsatz: Holz, Glas und das rote Linoleum des Sportbodens.

Am Tag kommt die Mehrzweckthalle durch ihre großzügige Verglasung der Nordfassade komplett ohne Kunstlicht aus, braucht weder zusätzliche Verschattungselemente noch eine künstliche Kühlung, während der Baukörper sich bei abendlichen Veranstaltungen durch sein warmes Licht in der Materialreflexion von Holz und rotem Linoleum als prägnanter und einladender Kubus in der Landschaft abzeichnet.

Das Gebäude ist als KfW - 40 - Haus konzipiert und wird mit einer Fußbodenheizung sowie einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung beheizt und belüftet.

Typ:
Erweiterung Sportzentrum Petkus

Status:
realisiert

Ort:
Petkus, Brandenburg

Baujahr:
2010

Bauherren:
Gemeinde Petkus, Sportverein

NF:
520 m²

Tragwerksplanung:
-

Brandschutzgutachten:
Dehne Kruse Brandschutzingenieure

Architektur:
Kaden Klingbeil Architekten